1921- Gründung

Das ehemalige Unternehmen DFZ wurde 1921 unter dem Namen Tefzet AG (Teppichfabrik-Zentrale AG, Martin-Luther-Ring 13) von Paul Dürrschmidt in Leipzig neu gegründet. Zu dieser Zeit wurden im Vogtland sowie im ehemaligen Sudetenland und in der Nähe von Danzig rund 2.500 Mitarbeiter beschäftigt, die in sorgfältiger Handarbeit hochwertige Teppiche anfertigten. Unter der Marke TEFZET-ORIENT entstanden so in verschiedenen Werken in Deutschland, handgeknüpfte Raritäten, deren Anteil im Deutschen-Teppichexport bei ca. 30% lag.

Beim dem sogenannten „Tefzet“ handelt es sich um eine Sticktechnik, bei der das Grundgewebe in einen Stickrahmen gespannt und mit Naturfasern wie Wolle, Baumwolle, Sisal bestickt wird.

1922/23

In Oelsnitz begann 1922/23 der Bau des Werkes, bei dem das Architekturbüro Zapp & Basarke in Chemnitz die Entwürfe lieferte. Das Werk I entstand, später kam das Werk II hinzu. In den Kriegswirren wurde schließlich auch der Bau von Luftschutzräumen veranlasst.

Bis zum Kriegsende 1945 war die Tefzet – „TFZ“ – volkswirtschaftlich ein wichtiger Lieferant hochwertiger deutscher Orientteppiche.

1954 –der Neuanfang

Nach dem zweiten Weltkrieg nahm 1954 die Tefzet AG die Produktion auf. Dank erheblicher technischer Neuerungen konnten nahezu perfekte Nachahmungen persischer Teppiche gefertigt werden. Zusammen mit einer herausragenden Kreativität entstanden so zahlreiche neue Kollektionen, durch die die Firma Tefzet in eine Führungsposition der europäischen Teppichbranche gelangte.

Die Qualität Persiankhan z.B. wurde in den Jahren 1977-1990 als Teil der Tefzet-Kollektion entwickelt und bis 2001 weltweit vermarktet. Alle Designs dieser Serie waren perfekte Kopien alter, besonders schöner und wertvoller Orientteppiche. Zuletzt war die Serie Persiankhan im Programm der Firma OSTA.

1993 – Technische Neuerungen

Im Jahr 1993 wurde die vietnamesische Manufaktur in technischer Hinsicht aufgerüstet. Eine modern ausgestattete Färberei garantierte für den hohen Lichtechtheitsfaktor der Teppiche. Die Fachkräfte, die das Gewebe mit intensiven Farben bearbeiteten, erhielten in Deutschland eine einjährige Ausbildung und sicherten so den gleichbleibend hohen Qualitätsstandard. Ferner wurde die im Jahr 1982 installierte Trockenanlage auf den neuesten technischen Stand gebracht. Im Gegensatz zur Manufaktur in Nepal, wo die Teppiche dank der vielen Sonnentage und des milden Klimas im Freien getrocknet werden konnten, gestaltete sich der Trockenvorgang in Vietnam so gänzlich wetterunabhängig.

1997 – Ausgliederung

Zum 01.01.1997 gründete der Geschäftsführer und Sohn des verstorbenen Gründers der Tefzet GmbH, Herr Claus Dürrschmidt, zusammen mit Klaus Schunko, dem Verkaufsleiter der Tefzet GmbH, die MTM Interior Design GmbH. In dem professionell geführten Handwerksbetrieb wurden alle Schritte von der Produktfindung über die Umsetzung bis hin zur Steuerung der Färbeprozesse ausgeführt. Ebenfalls unter der Leitung der Münchener Teppich-Manufaktur entstanden die Partnerbetriebe in Vietnam und Nepal, die 1982 und 1989 von Claus Dürrschmidt ins Leben gerufen wurden. Im Wesentlichen unterschieden sich die Standorte durch die Knüpftechnik und den Trocknungsvorgang, sodass verschiedenste Teppiche in höchster Qualitätsstufe gefertigt werden konnten.

2010 – MTM verjüngte sich

Im Jahr 2010 übertrugen die beiden geschäftsführenden MTM-Gesellschafter Claus Dürrschmidt (77) und Klaus Schunko (65) Ihre Anteile auf das Ehepaar Monika-Stork Graebener und Martin Graebener.

2010 – das neue Gesicht

Fortan wurden die MTM-Konzeptionen sowohl im eigenen Haus als auch von freischaffenden Designern erstellt und anschließend am Computer umgesetzt. Nach diesem als Patronieren bezeichneten Vorgang entsprach ein Knoten umgerechnet einem Pixel. Diese Patronen wurden im Größenverhältnis 1:1 und unter Beachtung der exakten Farbtöne ausgedruckt, sodass das Design für die Teppichknüpfer in Nepal oder Vietnam gut abzulesen war. Zusammen mit einer präzisen Anleitung für das Konturenschneiden, dem sogenannten Carving, und einer genauen Anleitung für die Farbumsetzung, der Knüpfkarte, wurde das Muster dann an die Produktionsländer übermittelt.

Um möglichst kundenspezifisch und individuell zu arbeiten, entschied man sich die Garne von der Firma Falke spinnen zu lassen, die man dann in die entsprechenden Knüpfländer sandte.

2010 – 2015 München

Zwischen den Jahren 2010 und 2015 wurde der MTM-Kunde in der Münchner Innenstadt beraten. Zuletzt in der Tegernseer Landstraße 28 in München.

2015 – Unfirmierung

Im Jahr 2015 entschied man sich aus organisatorischen Gründen, den Sitz der Firma MTM fortan nach Gössmannsreuth 1 in 91289 Schnabelwaid, bei Bayreuth zu verlegen. Änderungen ergaben sich ebenfalls bei der Produktion der Vietnamteppiche. Aufgrund zu geringer Nachfragen musste die Produktion in Vietnam leider eingestellt werden.

2016 – Neuentwicklung

Seit dem Umzug des Firmensitzes von München nach Schnabelwaid, arbeitet das Team der MTM an einer Kollektions-Neuentwicklung und einem gelungen Comeback für das Jahr 2017.